Uri kommt der Forderung von Dani Furrer nach

Der Urner Landrat hat die Grenze, wann ab ein Landwirtschaftsbetrieb als Gewerbe gilt, gesenkt. Er genehmigte an der November-Session 2018 die Teilrevision der kantonalen Landwirtschaftsverordnung.


Die Revision der Landwirtschaftsverordnung ausgelöst hatte Daniel Furrer (CVP, Erstfeld), der eine entsprechende Motion eingereicht hatte. Der Vorstoss war im April im Landrat erheblich erklärt worden. Furrer hatte darin gefordert, die Gewerbegrenze für landwirtschaftliche Betriebe von 1,0 auf 0,8 Standardarbeitskräfte (SAK) zu senken. Hauptargument war die rechtliche Sicherung landwirtschaftlicher Betriebe, welche mit der 2016 angepassten SAK-Berechnung nicht mehr über 1,0 SAK verfügen.


Jahr für Jahr fallen in der Urner Landwirtschaft zirka zwölf Betriebe weg. Die Nachfolge für die bestehenden Betriebe reiche bei weitem nicht aus, dass der derzeitige Bestand der landwirtschaftlichen Betriebe nachhaltig gesichert werden kann. Gerade in den Randregionen werden wir zukünftig um jeden Betriebsleiter froh sein, weswegen der Strukturwandel nicht zusätzlich gefördert werden muss.

Da der Kanton Uri sehr klein strukturiert ist und viele Landparzellen zwischen 6 und 8 Hektaren betragen, ist bei einem Verkauf oder einer Verpachtung die Gewerbegrenze sehr massgebend. Falls eine Landparzelle kein Gewerbe sei, so müsse bei einem Verkauf oder einer Verpachtung drei- bis fünfmal die höheren Verkaufs- oder Pachtpreise bezahlt werden. Im Landwirtschaftsbereich könnte es – bedingt durch die Änderung und den damit verbunden zusätzlichen Gewerbebetrieben – mehr kantonale Baubeiträge geben. Die Volkswirtschaftsdirektion geht in diesem Zusammenhang von zusätzlichen jährlichen Beiträgen in der Höhe von 60'000 bis 100'000 Franken aus. Davon profitiert auch das Urner Gewerbe.

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