Fragen zu einem Sportzentrum im Urserntal

Besteht der Bedarf für ein Sportzentrum im Urserntal? Diese und weitere Frage will die Regierung in einem Bericht beantworten, den CVP-Landrat Daniel Furrer und und Mitunterzeichner Andreas Bilger in einem Postulat gefordert hatten.


Die Verantwortung für den Betrieb des Armeesport-Stützpunkts in Andermatt (ASSA) ist am 1. Januar 2018 von der Armee ans Bundesamt für Sport (BASPO) übergegangen. Diese Regelung gilt bis 2021, danach muss eine neue Trägerschaft für den Weiterbestand des ASSA sorgen.


Die Regierung hat Mitte April 2018 mitgeteilt, dass an einer solchen Lösung gearbeitet werde. Deren Ziel sei es, dass ab 2022 eine neue Trägerschaft eigenständig und selbsttragend den bisherigen Betrieb des ASSA führen und nachhaltig auf dem Markt behaupten könne. Für das betreffende Projekt stehen Mittel in Höhe von insgesamt 100'000 Franken zur Verfügung.


Das hat die beiden CVP-Landräte Daniel Furrer (Erstfeld) und Andreas Bilger (Seedorf) im Mai dazu bewegt, ein Postulat zum Projekt Sportzentrum Ursern einzureichen. Der Betrag reiche zwar aus, um eine neue Trägerschaft zu bilden und die geordnete Überführung zu garantieren. Allfällige Investitionen in die Infrastruktur seien aber mit den bisher verfügbaren Mitteln nicht möglich, so die beiden Landräte. Offen sei zudem, wie sich der Kanton künftig am Betrieb eines Sportzentrums Ursern beteiligen werde.


Die Postulanten fordern deshalb den Regierungsrat auf, in einem Bericht die infrastrukturellen Aspekte eines künftigen Sportzentrums Ursern darzulegen und dabei darüber Auskunft zu geben, ob das derzeitige infrastrukturelle Angebot nachfragegerecht ist beziehungsweise, ob und wo allenfalls Lücken bestehen; ob ein ausgewiesener Bedarf besteht, sodass der Kanton für erforderliche Investitionen in die Infrastruktur und den künftigen Betrieb des Sportzentrums Ursern finanzielle Mittel bereitstellen soll; und ob für eine wirksame Förderung des Sportzentrums Ursern die bestehenden Gesetzesgrundlagen ausreichen oder eine Gesetzesgrundlage zu schaffen ist.

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